10 Jahre FPS Israel Reception – ein voller Erfolg!

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Bereits zum 10. Mal fand am 24. Juni die FPS Israel Reception statt. Über 250 Führungspersönlichkeiten und wichtige Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur aus Israel und Deutschland sind auch dieses Jahr wieder der Einladung von FPS nach Tel Aviv gefolgt. Die im schönen HaYarkon Park gelegene Location Riverside setzte den idealen Rahmen für den interkulturellen Empfang zur Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland und bot Raum für intensive Gespräche bei gutem Essen und schöner Live-Musik.

Sogar eine Absichtserklärung zwischen der HA Hessen Agentur und der Außenhandelskammer Israel wurde offiziell bei der Veranstaltung unterzeichnet, mit dem Ziel, ab sofort israelische Startups zu fördern und den Kontakt zu hessischen Unternehmen herzustellen.

Von Israels kreativer Startup-Szene lernen

Unser Managing Partner Dr. Robin Fritz sowie unser Partner Philipp Weber, der aktives Mitglied der wachsenden Venture-Capital-, Start-Up- und FinTech-Szene in Deutschland ist, waren Teil der Delegation um Frau Prof. Dr. Kristina Sinemus. Insgesamt war ein umfangreiches Programm aus Gesprächen und Programmpunkten in Israel angesetzt worden, wie bspw. der Besuch der „Cyber Security Konferenz“ in Tel Aviv sowie des Weizmann-Instituts.

Philipp Weber zieht folgende Bilanz: „Der Besuch von ganz unterschiedlichen Akteuren des israelischen Startup-Ökosystems hat eindrucksvoll gezeigt, warum Israel mit über 6.000 Startups zu Recht als Startup-Nation bezeichnet wird. In Deutschland können wir zum Beispiel von der starken Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung beim Thema Innovationen, der akzeptierten Fehlerkultur und der konsequent lösungsorientierten Herangehensweise lernen.“

Denn nur 70 Jahre nach seiner Gründung glänzt Israel als führender Hightech-Standort. Der israelische Gründergeist ist weltweit einzigartig und bietet große Chancen für die deutsche Wirtschaft. Erstklassige Universitäten und Forschungszentren sowie die einzigartigen Technologie-Talentschmieden des israelischen Militärs sind der Grund für Israels Poleposition im Innovationsbereich. Eine engere Vernetzung von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft will auch Staatsministerin Sinemus fördern, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Sie nimmt einige Ideen aus Israel mit.

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100 Jahre Bauhaus: Die Ambivalenz der Moderne

Eine von FPS organisierte Bauhaus-Tour führte am Folgetag der Veranstaltung geladene Gäste zu Fuß durch das historische Stadtzentrum Tel Avivs, das mit rund 4.000 Gebäuden im Bauhaus- und Internationalen Stil den Rang eines Weltkulturerbes hat.

Der Guide war keine Geringere als Sharon Golan Yaron, die in Deutschland geborene Architektin, Denkmalpflegerin und Programmdirektorin des „White City Centers“, das sich dem Erhalt der Gebäude im Bauhausstil von Tel Aviv verschrieben hat.

Die Tour führte durch das einzigartige Kulturerbe, beginnend mit dem Max-Liebling-Haus, das derzeit noch renoviert wird und im September 2019 feierlich eröffnet werden soll. Mit dem Umbau des ehemaligen Max-Liebling-Wohnhauses zum künftigen White City Center – dem deutsch-israelischen Dokumentations-, Vermittlungs- und Kompetenzzentrum – bekommt die Stadt nun ein Zentrum, das die historische und baukulturelle Bedeutung der Weißen Stadt unterstreicht. Eindrucksvoll zeigte Sharon Golan Yaron der Gruppe wie Stadtplaner Sir Patrick Geddes die Stadt als Kreislaufsystem konzipiert hat, welche Elemente den Bauhaus-Stil ausmachen und warum so viele deutsche Produkte in den Häusern verbaut wurden. Ein Umstand, der erst kürzlich zutage kam, als bei den Renovierungsarbeiten im Max- Liebling-Haus eine Kachel von der Wand im Treppenhaus fiel und der Name des Fabrikanten zu lesen war: Villeroy & Boch – Made in Germany. Grund dafür war das Ha’avara-Abkommen, das Transferabkommen zwischen der zionistischen Führung und dem nationalsozialistischen Reichswirtschaftsministerium, das auswanderungswilligen Juden die Mitnahme deutscher Produkte erlaubte (unter hohen Verlusten), während die Ausfuhr von Geld verboten blieb. Die beeindruckende Tour endete am wiederhergestellten Dizengoff Platz – dem Zentrum der „Weißen Stadt”.

Das Jubiläumsjahr sorgt für Bewegung. Man spürt deutlich, wie die Bemühungen zur Renovierung der Bauhaus-Gebäude in Tel Aviv zugenommen haben. Alte Fassaden, die wieder herausgeputzt werden – auch mit Hilfe von deutscher Expertise. Die „Weiße Stadt” in Tel Aviv ist Teil der deutsch-israelischen Geschichte – und der Gegenwart. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

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